BEVÖLKERUNG, HISTORIE und GEOGRAFIE
Der Wahlkreis 7 (Haldensleben) liegt mit seinen ca. 38.000 Wahlberechtigten im Nordwesten Sachsen-Anhalts und gehört zum Landkreis Börde. Folgende Gebietskörperschaften sind beinhaltet:
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Stadt Haldensleben
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Verbandsgemeinde Flechtingen (Altenhausen, Beendorf, Bülstringen, Calvörde, Erxleben, Flechtingen, Ingersleben)
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Gemeinde Niedere Börde mit allen Ortsteilen
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Verbandsgemeinde Obere Aller (Eilsleben, Harbke, Hötensleben, Sommersdorf, Ummendorf, Völpke, Wefensleben)
Geografisch bildet der Wahlkreis 7 eine Übergangszone zwischen der fruchtbaren Magdeburger Börde im Süden und Südosten sowie den wald- und seenreicheren, dünner besiedelten Landschaften der Colbitz-Letzlinger Heide und der Ohreniederung im Norden. Das Gebiet ist landwirtschaftlich intensiv genutzt und von einem dichten Netz kleiner Flüsse, Gräben und Kanäle durchzogen.
Zentrum und größte Stadt des Wahlkreises ist Haldensleben, ein historisch gewachsener Mittel- und Verwaltungsstandort mit industrieller Prägung, der zugleich als Versorgungs- und Arbeitsort für das ländliche Umland dient. Daneben ist der Wahlkreis durch zahlreiche kleine Gemeinden und Dörfer gekennzeichnet, die teils in lockeren Siedlungsstrukturen, teils in geschlossenen Dorfkernen organisiert sind. Die Nähe zur Landeshauptstadt Magdeburg prägt den südlichen Teil des Wahlkreises durch Pendlerbewegungen, während der Norden stärker ländlich und strukturschwach ist.
Historisch gehört das Gebiet zum Kernraum der Altmark-Börde-Region, die bereits im Mittelalter eine bedeutende Rolle spielte. Haldensleben selbst entstand an einem wichtigen Handels- und Verkehrsweg und war zeitweise befestigte Stadt mit regionaler Bedeutung. Über Jahrhunderte prägten Landwirtschaft, Handwerk und später auch Industrie die wirtschaftliche Entwicklung. Die fruchtbaren Böden der Börde machten die Region zu einem der wichtigsten Agrarräume Mitteldeutschlands.
Im 19. und 20. Jahrhundert führte die Industrialisierung zu einem moderaten Bevölkerungswachstum, insbesondere in Haldensleben. Während der DDR-Zeit war der Wahlkreis Teil eines staatlich stark geprägten Agrar- und Industrieraums. Nach 1990 erlebte die Region – wie viele ländliche Räume Ostdeutschlands – Strukturwandel, Bevölkerungsrückgang und Abwanderung, zugleich aber auch neue Entwicklungen durch Gewerbeansiedlungen, Infrastrukturmaßnahmen und die Nähe zu Magdeburg.
Insgesamt vereint mein Wahlkreis historisch gewachsene Kleinstadtstrukturen, traditionelle Landwirtschaft und ländliche Lebensformen mit den Herausforderungen und Chancen eines modernen, peripher-urbanen Raums.
ARBEIT und WIRTSCHAFT
Der Wahlkreis 7 (Haldensleben) ist wirtschaftlich vor allem durch Industrie, Logistik und den öffentlichen Dienst geprägt. Größter einzelner Arbeitgeber im Wahlkreis ist das Hermes-Fulfilment-Zentrum in Haldensleben, das als eines der bedeutendsten Logistikzentren in Sachsen-Anhalt mehrere tausend Arbeitsplätze bietet. Es zieht Beschäftigte aus dem gesamten Wahlkreis und darüber hinaus an und prägt den lokalen Arbeitsmarkt stark.
Ebenfalls von zentraler Bedeutung ist die IFA Holding mit ihrem Hauptsitz und Produktionsstandorten in Haldensleben. Als international tätiger Automobilzulieferer gehört IFA zu den wichtigsten industriellen Arbeitgebern der Region und steht für die industrielle Tradition des Standorts, die bis in die DDR-Zeit zurückreicht.
Daneben spielen zahlreiche mittelständische Betriebe eine wichtige Rolle, insbesondere im Maschinenbau, in der Metallverarbeitung, in der Lebensmittelwirtschaft sowie im Bau- und Handwerkssektor. Diese Unternehmen sind über den gesamten Wahlkreis verteilt und stellen einen Großteil der regionalen Ausbildungs- und Facharbeitsplätze.
Ein weiterer stabiler Beschäftigungsbereich ist der öffentliche Dienst. Dazu zählen die Verwaltung des Landkreises Börde, die Stadt Haldensleben sowie die Gemeinden und Verbandsgemeinden im Wahlkreis. Hinzu kommen Arbeitsplätze in Schulen, Kindertagesstätten, Pflege- und Gesundheitseinrichtungen. Diese Arbeitgeber sind vor allem im ländlichen Raum von großer Bedeutung, da sie dauerhaft wohnortnahe Beschäftigung sichern.
Insgesamt ist der Wahlkreis durch eine Mischstruktur aus wenigen sehr großen Arbeitgebern und vielen kleineren und mittleren Betrieben gekennzeichnet. Während Logistik und Industrie die größten Beschäftigtenzahlen stellen, sorgen öffentliche Einrichtungen und der Mittelstand für wirtschaftliche Stabilität und regionale Verankerung.

